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Die Legasthenie ist eine umschriebene Störung des Lesens und des Schreibens unklarer Ontogenese.
Etwa 4,3% besitzen früher oder später eine unterdurchschnittliche Lese-Rechtschreibleistung, aus
der sich eine Legasthenie entwickeln kann. Eine Legasthenie wird meist Ende des zweiten Schuljahres sicher
diagnostiziert. Fachpersonal zur Sicherung einer solchen Diagnose sind Kinder- und Jugendpsychiater in
Verbindung mit Schulpsychologen.
Die Ursachen für eine Legasthenie sind noch nicht engültig erforscht. Neure Studien
weisen aber darauf hin, dass beispielsweise die phonologische Bewusstheit (Fähigkeit zum Reimen,
zur Segmentierung von Silben und zum Erkennen von äußeren formalen Sprachstrukturen) eine
große Rolle für den Schriftspracherwerb spielt. Es ist bereits im Vorschulalter möglich,
eine Aussage über den späteren Schriftspracherwerb und zu erwartende zuküftige
Lese-Rechtschreibprobleme vorzunehmen. Hierfür sind Testverfahren wie z.B. das Bielefelder Screening
zur Früherkennung von Lese-Rechtschreibschwäche entwickelt. Bei auffälligen
Vorschulkindern ist es dringend anzuraten, bereits vor Schuleintritt präventive Behandlungen vorzunehmen.
Groß angelegte Studien belegen die Wirksamkeit solcher Präventionsprogramme.
Eine weitere Ursache kann eine zentral-auditive Verarbeitungsstörung sein. Diese Störung
wird vom zuständigen HNO-Arzt / Phoniater festgestellt. Nach neuesten Untersuchungen fördern
bestimmte Trainingsverfahren (z.B. Warnke-Verfahren) die zentral-auditive Wahrnehmung und Verarbeitung
und damit verbunden auch Lese-Rechtschreibfähigkeiten.
Das SBBZ-Coburg berät sie gerne bei individuellen Problemstellungen oder Fragen.
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